Vorteile des Referendariats in Mecklenburg-Vorpommern
1. Stationen & Flexibilität
Man ist in der Stationswahl sehr frei. Es gibt die Möglichkeit, die Verwaltungsstation, die Rechtsanwaltsstation und die Wahlstation zu splitten (z. B. zwischen Inland und Ausland, oder Gericht und Behörde). Da es in Mecklenburg-Vorpommern weniger Mitbewerber als in anderen Bundesländern gibt, sind die Chancen auf deine Wunschstation extrem hoch! Gut zu wissen: Im Strafrecht erfolgt die Zuweisung fast regelmäßig zur Staatsanwaltschaft; ein Strafgericht ist als Alternative möglich.
2. Ausbildungsvergütung und Verbeamtung
Referendare in Mecklenburg-Vorpommern können im Beamtenverhältnis auf Widerruf ausgebildet werden (Besoldungsgruppe AW A 13). Dies bedeutet ein unschlagbar hohes Netto-Einkommen durch den geringen Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Zusätzlich wird eine jährliche Sonderzahlung gewährt.Wer den Vorbereitungsdienst lieber im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis (Angestelltenstatus) absolviert, erhält eine attraktive Unterhaltsbeihilfe sowie einen entsprechenden Familienzuschlag.
3. Großzügige Zuverdienstgrenzen
Die Zuverdienstmöglichkeiten für Nebentätigkeiten neben dem Ref (z. B. in einer Kanzlei) sind sehr großzügig gestaltet. Im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis kannst du monatlich bis zu 150 % der Unterhaltsbeihilfe komplett anrechnungsfrei zusätzlich verdienen, ohne dass dir etwas abgezogen wird.
4. Voller Digital-Zugriff (Juris und Beck-Online)
Jeder Referendar bekommt eigene, vollwertige Flatrate-Zugänge für Juris und Beck-Online. Inklusive sind alle wichtigen Kommentare und Top-Fachzeitschriften (wie JuS, JA und NJW). Damit ist das Vorbereiten und Arbeiten von zu Hause aus völlig problemlos möglich.
5. Kleine Arbeitsgemeinschaften & Einzelbetreuung
Weil wir im Land überschaubare Referendarszahlen haben, sind die Arbeitsgemeinschaften (AGs) angenehm klein. Jeder kann sich aktiv einbringen und nimmt echten Lernerfolg mit. Gleichzeitig gibt es keine Massenabfertigung: Praktische Ausbilder betreuen dich meist vollkommen individuell im Einzelkontakt.
6. Mitwirkung & Mitgestaltung
Sowohl das Landesjustizprüfungsamt (LJPA) als auch das Oberlandesgericht (OLG) sind an einem echten, ehrlichen Austausch mit uns interessiert. In direkter Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskammer M-V, der Notarkammer M-V und unserem Verein arbeiten wir aktiv an der ständigen Verbesserung des Vorbereitungsdienstes. Hier kannst du dich selbst engagieren und mitgestalten!
7. Auslandsstationen mit Bonus
Du hast die Möglichkeit, während des Referendariats bis zu insgesamt 12 Monate außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns oder im Ausland zu verbringen (z. B. in den ersten Monaten der Anwalts- oder Verwaltungsstation oder komplett in der Wahlstation). Das Land zahlt hierfür unter bestimmten Voraussetzungen sogar Tagegeld, Reisekostenerstattung und eine Unterkunftspauschale.
8. Verwaltungshochschule Speyer
Du kannst deine Verwaltungsstation problemlos an der renommierten Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer absolvieren – ebenfalls unterstützt durch Tagegeld und Fahrtkostenzuschüsse.
9. Arbeiten, wo andere Urlaub machen
Mecklenburg-Vorpommern liegt direkt am Meer. Die Ostsee, endlose Natur und die hohe Lebensqualität bieten dir den perfekten, gesunden Ausgleich zum stressigen Examens- und Lerndruck.
Sollte Referendaren bewusst sein (Herausforderungen):
Weite Wege im Flächenland
Mecklenburg-Vorpommern ist ein großes Flächenland. Die zentralen Lehrgänge und Arbeitsgemeinschaften finden konzentriert in Rostock und Stralsund statt. Wenn du einem der anderen Landgerichtsbezirke (z. B. Schwerin oder Neubrandenburg) zugeordnet bist, musst du mit Fahrtwegen von 1 bis 2 Stunden pro AG-Tag rechnen, da auch der öffentliche Nahverkehr im Land teilweise eingeschränkt ist.
Das packen wir als Verein an (Verbesserungsbedarf):
1. Lehrangebot optimieren
Die Vorbereitung auf das Zweite Staatsexamen muss bundesweit und im Land kontinuierlich modernisiert werden. Wir setzen uns beim LJPA für eine ständige Evaluation der Lehrenden und eine praxisnähere Aufbereitung der Themenkomplexe in den Arbeitsgemeinschaften ein.
2. Modernisierung der Gerichtsbibliotheken
An den Gerichtsstandorten gibt es Bibliotheken, jedoch sind die gedruckten Lehrbuch- und Skriptenbestände vor Ort teilweise veraltet oder der Zugang für Referendare ist bürokratisch geregelt. Unser digitaler Beck-Online- und Juris-Zugang gleicht dieses Manko im Lernalltag glücklicherweise hervorragend aus.