Informationen rund ums Ref

Unterhaltsbeihilfe

Die Unterhaltsbeihilfe beträgt monatlich 1.195,00 Euro brutto, das macht ungefähr 1.028,89 € netto.

Der Grundbetrag erhöht sich jeweils um denselben Vomhundertsatz oder Betrag und zu demselben Zeitpunkt wie der nach den im Land Mecklenburg-Vorpommern geltenden besoldungsrechtlichen Vorschriften gewährte höchste Anwärtergrundbetrag.

Das Geld geht immer pünktlich zum Monatsende auf dem Konto ein. Beachte: Im ersten Monat deines Referendariats erhältst du ebenfalls erst am Ende des Monats die Unterhaltsbeihilfe, bis dahin bist du auf dich gestellt!

Nebenverdienst

Ein/e Referendar/in darf über seine Referendartätigkeit hinaus an 8 Stunden in der Woche arbeiten und dabei maximal 150 % seines Grundgehaltes (errechnet sich aus den 1.195,00 € zuzüglich Familienzuschlag) monatlich hinzuverdienen. Solltet ihr mehr arbeiten wollen, dann nur am Wochenende ;).

Urlaub

In einem Ausbildungsjahr (also von Juni bis Mai oder von Dezember bis November) stehen euch 26 Tage Erholungsurlaub zur Verfügung, wobei ihr für den 24.12. und den 31.12. nicht frei nehmen müsst, weil diese Tage während der Referendarzeit ohnehin als frei gewährt werden. Der Urlaubsantrag ist bis spätestens zwei Wochen vor Urlaubsbeginn einzureichen.

Eine Urlaubssperre besteht in den ersten drei Monaten ab Ausbildungsbeginn. Splittet man die Verwaltungsstation in Behörde und Verwaltungsgericht, besteht auch in diesen drei Monaten eine Urlaubssperre. Außerdem darf während der Einführungslehrgänge zu jeder Station und zum Probeexamen kein Urlaub genommen werden.

Bleiben aus dem ersten Ausbildungsjahr Urlaubstage übrig, darf man sie im zweiten Ausbildungsjahr verrechnen, sodass dann mehr als 26 Tage zur Verfügung stehen.

Meist ist es nicht nötig, den gesamten Urlaub in Anspruch zu nehmen, da man meist sehr flexibel in seiner Arbeitszeit ist und dadurch freie Tage gewinnt.

 

Bildungsurlaub und Referendarsfahrt

Es besteht die Möglichkeit während des Referendariats Sonderurlaub für eine AG Fahrt zu erhalten. Diese können ins Aus- oder Innland gehen und haben sowohl Bildungsangebote (Besuch von Botschaften, Regierungseinreichtungen usw.) als auch Freizeitbeschäftigung (Bierbrauereibesichtigung usw.) im Programm. Beliebter Anbieter für solche Fahrten ist moveo.

Auslandsaufenthalte während des Referendariats

Während des Referendariats habt ihr auch die Möglichkeit ins Ausland oder ein anderes Bundesland zu gehen. Hierbei muss beachtet werden, dass mindestens zwölf Monate in Mecklenburg-Vorpommern absolviert werden müssen.

1.Verwaltungsstation
In der Verwaltungsstation habt ihr die erste Möglichkeit ins Ausland zu gehen, zum Beispiel in eine deutsche Botschaft. Beachtet hierbei, dass eine deutscher Volljurist die Ausbildung übernehmen muss.

2. Rechtsberatungsstation
Auch während der neunmonatigen Rechtsberatungsstation kann ein Auslandaufenthalt angestrebt werden. Ihr könnt auch drei Monate im Ausland bei einem in Deutschland zugelassenen Rechtsanwalt arbeiten und danach in Deutschland. Oder sechs Monate oder alle neun Monate. In einem solchen Fall müsst ihr zum Probeexamen jedoch für gewöhnlich zwei Wochen anreisen.

3. Wahlstation
Die Wahlstation könnte ihr frei wählen. Ihr müsst nicht die vollen drei Monate ins Ausland gehen, sondern könnt die Wahlstation in einen Monat bei einem Ausbilder und zwei Monate bei einem anderen Ausbilder absolvieren. Aber Achtung, in einem solchen Fall besteht für die Ausbildungszeit Urlaubssperre.